Datenmonitoring
Datenmonitoring beschreibt, wie die UDSP nicht nur Infrastruktur und Komponenten, sondern auch die fachliche Versorgung mit Daten beobachtet. Entscheidend ist, ob Quellen, Integrationsstrecken und Datenprodukte in der erwarteten Qualität, Vollständigkeit und Aktualität bereitstehen.
Zielsetzung
- Ausfälle und Verzögerungen in der Datenanlieferung frühzeitig erkennen
- Fehler in Integrations- und Transformationsstrecken sichtbar machen
- Datenlücken, Stillezeiten und Qualitätsabweichungen nachvollziehbar ausweisen
- Auswirkungen auf Dashboards, APIs und Datenprodukte schnell eingrenzen
Überwachte Ebenen
| Ebene | Typische Fragestellung | Beispiel |
|---|---|---|
| Quelle | Kommen Daten oder Statussignale noch an? | Eine externe API liefert seit 30 Minuten keine neuen Daten |
| Integration | Wurde die Nachricht erfolgreich verarbeitet? | Ein Node-RED-Flow läuft in einen Fehlerpfad oder Retry |
| Persistenz | Wurde das Zielsystem aktualisiert? | Kein neuer Datensatz in Stellio, FROST oder PostgreSQL |
| Bereitstellung | Ist das Datenprodukt weiter nutzbar? | Dashboard zeigt veraltete KPI oder API liefert leere Antwort |
Typische Kennzahlen
- letzte erfolgreiche Datenanlieferung je Quelle und je Integrationsstrecke
- Fehlerraten in Node-RED-Flows und ETL-Jobs
- Anteil verspäteter, unvollständiger oder verworfener Datensätze
- Zeitreihenlücken und dauerhaft veraltete Datenprodukte
- Aktualität veröffentlichter APIs, Dashboards und Datenbestände
Sensorikmonitoring
Sensorikmonitoring ist ein Teilbereich des Datenmonitorings. Hier geht es um die Frage, ob angebundene Geräte, Gateways und sensornahe Datenströme weiterhin im erwarteten Muster liefern.
Quell-Kategorien
Nicht jede Sensorik lässt sich gleich überwachen. Die Logik richtet sich nach dem Lieferverhalten:
| Quell-Kategorie | Erwartung | Monitoring-Logik |
|---|---|---|
| Polling-Quelle | Abruf in festem Intervall durch die Plattform | Alert bei Abruffehler, Timeout oder ausbleibender Aktualisierung |
| Push-Quelle mit Intervall | Meldung in vorgegebenem Takt | Alert bei Überschreitung des Zeitfensters |
| Ereignisquelle mit Heartbeat | Meldungen nur bei Ereignissen, zusätzlich Lebenszeichen | Alert bei ausbleibendem Heartbeat |
| Rein ereignisbasierte Quelle | Kein regelmäßiges Signal garantiert | Beobachtung über Erreichbarkeit, letzte erfolgreiche Verarbeitung und Plausibilitätsindikatoren |
Typische Sensoriksignale
- Online-/Offline-Status
- letzte erfolgreiche Meldung
- Heartbeat oder Lebenszeichen
- Akkustand oder Spannungszustand, sofern verfügbar
- Gateway- oder Schnittstellenstatus
Diese Differenzierung verhindert Fehlalarme bei fachlich legitimen Ruhephasen und macht gleichzeitig echte Ausfälle schneller sichtbar.
Abgrenzung zum Betriebsmonitoring
Das Datenmonitoring gehört fachlich zur Plattform- und Datenarchitektur. Die operative Nutzung derselben Signale für Dashboards, Alerting, Eskalation und Incident-Bearbeitung ist Teil des Betriebsmonitorings.