Metrik-Exporter
Übersetzen technische Zustände in Prometheus-Metriken.
Ein Metrik-Exporter liest technische Zustände aus einem System und stellt sie in einem von Prometheus auswertbaren Format bereit. Er übersetzt beispielsweise Betriebssystemwerte, Datenbankstatistiken oder den Zustand eines Hochverfügbarkeitsclusters in benannte Zeitreihen mit Labels.
Exporter speichern selbst keine Metrikhistorie und erzeugen keine Alarme. Prometheus ruft ihre internen HTTP-Endpunkte regelmäßig ab, speichert die Messwerte und wertet Regeln aus. Die benötigten Zugriffsrechte und die Bedeutung der Metriken unterscheiden sich je nach Exporter.
Nutzung in der UDSP
Die UDSP setzt mehrere spezialisierte Exporter ein. Sie werden nicht als ein gemeinsamer Dienst versioniert, sondern zusammen mit ihrem jeweiligen Messziel bereitgestellt:
Kubernetes-Nodes
Stellt Host-, Kernel-, CPU-, Speicher-, Dateisystem- und Netzwerkmetriken der Clusterknoten für Prometheus bereit.
PostgreSQL
Liest ausgewählte Datenbankstatistiken und übersetzt sie in Prometheus-Metriken für Kapazität, Aktivität und Fehleranalyse.
Komponente öffnenPatroni-Cluster
Macht Rollen-, Leader- und Replikationszustände der durch den PostgreSQL-Operator verwalteten Patroni-Cluster messbar.
Komponente öffnenPrometheus sammelt diese Endpunkte ausschließlich innerhalb des Clusters. PostgreSQL- und Patroni-Exporter lassen sich in der Observability-Konfiguration separat aktivieren; der Node Exporter ist Bestandteil des eingesetzten kube-prometheus-stack.
Technische Abhängigkeiten
Die Exporter-Gruppe enthält mehrere getrennte Messadapter. Nur datenbankspezifische Exporter besitzen eine direkte Zielsystemabhängigkeit.
PostgreSQL
PostgreSQL- und Patroni-Exporter lesen freigegebene technische Zustände der jeweils überwachten Datenbank-Cluster.
Komponente öffnenPrometheus
Ruft die bereitgestellten Metrikendpunkte ab und speichert die Messwerte als Zeitreihen.
Komponente öffnen