Velero
Sichert und restauriert Kubernetes-Ressourcen der Plattform.
Velero ist ein Open-Source-Werkzeug für Backup, Wiederherstellung und Migration von Kubernetes-Ressourcen. Backup-Objekte beschreiben den gewünschten Umfang, einen Speicherort und die Aufbewahrungsdauer. Velero liest die ausgewählten Objekte über die Kubernetes API und legt deren Sicherungsdaten in einem externen Objektspeicher ab.
Die wichtigsten Konzepte sind:
- BackupStorageLocation beschreibt einen S3-kompatiblen Zielspeicher und dessen Zugang.
- Backup hält Auswahl, Status und Ergebnis eines einzelnen Sicherungslaufs fest.
- Schedule erzeugt Backups regelmäßig nach einem Cron-Zeitplan.
- Restore spielt ausgewählte Ressourcen aus einem vorhandenen Backup in einen Cluster ein.
- Plugins binden Speicheranbieter und optionale Volume-Verfahren an.
Velero in der UDSP
Velero ist eine optionale Betriebskomponente. Die Plattform kann einen primären und einen optionalen zweiten S3-Speicherort konfigurieren und erstellt daraus geplante Backups der ausgewählten Plattform-Namespaces. System- und Velero-eigene Namespaces werden über eine Ausschlussliste entfernt.
Der aktuelle Zeitplan wird mit snapshotVolumes: false erzeugt. Damit sichert Velero die Kubernetes-Ressourcen, erstellt aber keine Snapshots der Persistent Volumes. PostgreSQL-Inhalte benötigen weiterhin die vorgesehenen logischen Backups; auch andere zustandsbehaftete Dienste benötigen eine zum Speichersystem passende Daten- und Restore-Strategie.
Prometheus erfasst die Velero-Metriken. Bei aktiviertem Backup-Pfad kann Alertmanager fehlgeschlagene oder nur teilweise erfolgreiche Läufe an den konfigurierten Backup-Empfänger melden. Ein grüner Backupstatus ersetzt dennoch keinen regelmäßig geprüften Restore.
Technische Abhängigkeiten
Velero benötigt kein MinIO des Mandanten, sondern ein separat geplantes S3-kompatibles Backupziel außerhalb seiner eigenen Kubernetes-Ressourcen.
Externes S3-Backend
Speichert Backup-Artefakte unter einem konfigurierten Bucket und muss für Sicherung und Restore aus dem Cluster erreichbar sein.
Konfiguration und Deployment
inv_velero.enable aktiviert Velero. Das Inventory definiert Namespace, S3-Speicherorte und Credentials, ausgeschlossene Namespaces sowie Zeitplan, Ziel und TTL der primären und optionalen zweiten Sicherung. S3-Ziel und Schlüssel müssen vor dem ersten Lauf vollständig bereitstehen.
Die Felder und die Abgrenzung zu Datenbank-Backups sind unter Plattformbasis konfigurieren: Observability und Backup dokumentiert. Mandantenbezogene Zeitpläne werden unter Mandanten konfigurieren: Velero-Schedules eingeordnet.
Rollen und Rechte
Velero besitzt keine Keycloak-Rollen. Für seine Aufgabe benötigt es bewusst weitreichende technische Berechtigungen:
Velero ServiceAccount
Liest die ausgewählten Kubernetes-Ressourcen und erzeugt die für Backup und Restore benötigten Velero-Objekte.
S3-Zugang
Schreibt und liest Backup-Artefakte ausschließlich in den konfigurierten Backup-Buckets.
Betriebsadministration
Darf Restores auslösen und muss Ziel, Umfang und Konflikte vor dem Einspielen kontrollieren.
S3-Credentials und Backup-Inhalte sind vertraulich. Restore-Rechte können bestehende Clusterressourcen verändern und dürfen nur über dokumentierte Betriebswege verwendet werden.